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Für Arbeitgeber10 Min. LesezeitAutor: People Pons Team

Personalvermittlung Österreich 2026 — Leitfaden für Arbeitgeber

Wie österreichische Arbeitgeber über Personalvermittlung an qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland (Westbalkan) kommen. Rahmen zu Rot-Weiß-Rot-Karte, Mangelberufen und AMS, die Rolle der Agentur und die konkreten Schritte.

Österreichische Arbeitgeber besetzen offene Stellen aus dem heimischen Markt immer schwerer. Die Antwort für viele ist Personalvermittlung — die Beauftragung einer Agentur, die qualifizierte Mitarbeiter findet und prüft, darunter auch Fachkräfte aus dem Ausland vom Westbalkan. Der entscheidende Unterschied zur Arbeitskräfteüberlassung (Leasing): Bei der Vermittlung wird der Mitarbeiter direkt bei Ihnen angestellt — Sie sind vom ersten Tag an der Arbeitgeber. Dieser Leitfaden erklärt, wie das funktioniert, welche Bewilligungen es im Groben gibt und welche Schritte nötig sind.

Definition: Personalvermittlung ist eine Dienstleistung, bei der die Agentur einen Kandidaten für eine dauerhafte Anstellung findet, während der Arbeitsvertrag direkt zwischen Kandidat und Arbeitgeber geschlossen wird. Die Dienstleistung endet, sobald die Stelle besetzt ist (anders als bei der Überlassung, wo der Mitarbeiter bei der Agentur angestellt bleibt).


TL;DR:

  • Vermittlung = Mitarbeiter direkt bei Ihnen. Die Agentur findet und prüft, Sie schließen den Vertrag und sind ab Tag 1 der Arbeitgeber.
  • Österreich hat einen rekordhohen Arbeitskräftemangel: Die Fachkräfteverordnung 2026 nennt 64 bundesweite + 66 regionale Mangelberufe — die umfangreichste Liste bisher.
  • Für Fachkräfte aus Drittstaaten ist der Hauptweg die Rot-Weiß-Rot-Karte (für Mangelberufe: mind. 55 von 90 Punkten, ohne klassische Arbeitsmarktprüfung).
  • Fachkräfte vom Westbalkan haben einen Punktevorteil — Kenntnisse in Bosnisch/Kroatisch/Serbisch (BKS) werden offiziell bewertet.
  • People Pons ist eine lizenzierte Vermittlungsagentur (Genehmigungen 205/20 + 359/20), seit 4 Jahren aktiv; der erste qualifizierte Kandidat wird in 10–15 Arbeitstagen vorgestellt (oft früher) — das ist die Frist bis zur Vorstellung, nicht bis zum Arbeitsantritt; Ersatzgarantie 60 Tage.

Warum Österreich Fachkräfte aus dem Ausland sucht

Der Fachkräftemangel in Österreich ist keine saisonale Erscheinung mehr, sondern ein strukturelles Problem. Für 2026 nennt die Fachkräfteverordnung 64 bundesweite (im ganzen Land gültig) und 66 regionale Mangelberufe — laut Berichten die umfangreichste Liste, seit es das System gibt. Ein Mangelberuf ist ein Beruf, in dem beim AMS (Arbeitsmarktservice) weniger als 1,5 Arbeitslose pro offener Stelle registriert sind.

Die Liste umfasst über 100 Berufe in den Bereichen: Pflege und Gesundheit, Technik und Produktion, Bau, IT, Gastronomie und Transport. Wenn der heimische und der EU-Markt den Bedarf nicht decken können, wenden sich Arbeitgeber an Drittstaaten — und der Westbalkan (BiH, Serbien, Nordmazedonien, Montenegro, Albanien, Kosovo) ist wegen der Nähe, der Arbeitskultur und der Sprache eine natürliche Quelle. Mehr dazu in Fachkräfte aus dem Ausland.


Vermittlung vs. Überlassung — was für Sie passt

Es gibt zwei Modelle der Personalgewinnung über eine Agentur, und sie werden leicht verwechselt:

  • Vermittlung (Personalvermittlung) — die Agentur findet den Kandidaten, der Mitarbeiter unterschreibt den Vertrag direkt bei Ihnen. Sie sind der Arbeitgeber, der Mitarbeiter ist Ihr Angestellter. Die Dienstleistung wird einmalig vergütet (meist bei erfolgreicher Anstellung).
  • Überlassung / Leasing (Arbeitskräfteüberlassung) — der Mitarbeiter ist bei der Überlassungsagentur angestellt, die ihn Ihnen gegen eine monatliche Gebühr überlässt. Sie sind nicht der Arbeitgeber; der Mitarbeiter ist nicht Ihr Angestellter.

People Pons macht ausschließlich Vermittlung. Wir betreiben keine Überlassung/kein Leasing. Der Mitarbeiter, den wir zu Ihnen bringen, wird direkt bei Ihnen angestellt — Sie sind ab dem ersten Tag der Arbeitgeber. Den detaillierten Vergleich der beiden Modelle behandeln wir in einem eigenen Artikel.


Rahmen zu den Bewilligungen (kurz)

Für Fachkräfte aus Drittstaaten (einschließlich Westbalkan) gibt es mehrere Wege. Dies ist ein grober Überblick, keine Rechtsberatung — das Verfahren führen die österreichischen Behörden.

Rot-Weiß-Rot-Karte für Fachkräfte in Mangelberufen

Der Hauptweg für qualifizierte Fachkräfte. Voraussetzungen:

  1. Abgeschlossene Berufsausbildung in einem Beruf von der Mangelberufsliste
  2. Konkretes, verbindliches Stellenangebot eines österreichischen Arbeitgebers
  3. Entlohnung gemäß Kollektivvertrag
  4. Mindestens 55 von 90 Punkten (Qualifikation, Erfahrung, Sprache, Alter)

Für Mangelberufe entfällt die klassische Arbeitsmarktprüfung, was das Verfahren um mehrere Monate verkürzt. Die Karte wird in der Regel für bis zu 2 Jahre ausgestellt und ist an den Arbeitgeber gebunden.

Rot-Weiß-Rot-Karte für sonstige Schlüsselkräfte

Für Berufe außerhalb der Mangelberufsliste gelten strengere Voraussetzungen und eine Arbeitsmarktprüfung — langsamer und mit höherer Ablehnungswahrscheinlichkeit.

Saisonarbeit

Für vorübergehenden Bedarf (Tourismus, Landwirtschaft) gibt es Kontingente und spezielle Saisonregelungen. Zeitlich begrenzt — kein Weg zur dauerhaften Besetzung einer Stelle.

BKS-Bonus: Kenntnisse in Bosnisch, Kroatisch oder Serbisch werden im Punktesystem der Rot-Weiß-Rot-Karte offiziell bewertet (neben Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch). Eine Fachkraft vom Westbalkan hat damit bereits einen Punktevorteil gegenüber einem Kandidaten aus einem weiter entfernten Land.


Die Rolle der Vermittlungsagentur

Für den österreichischen Arbeitgeber nimmt eine lizenzierte Agentur den größten Teil der Last ab:

  • Direkte Suche und Selektion — kein Zusenden von Listen und Lebenslaufstapeln: Kandidaten werden direkt und aus eigenen Datenbanken gesucht, und vorgestellt wird nur, wer dem Profil entspricht (Erfahrung, Kenntnisse, Qualifikation), die Bedingungen akzeptiert hat und Motivation für genau diese Stelle zeigt
  • Prüfung der Unterlagen zur Einsicht — Qualifikationen, Berufserfahrung, Sprache (bevor das Verfahren überhaupt beginnt); die detaillierte Bestätigung der Kompetenzen folgt in der Probezeit beim Arbeitgeber
  • Koordination der Unterlagen für die Bewilligung — Aufbereitung der Materialien und Zusammenarbeit mit Ihnen und Rechtspartnern rund um die Rot-Weiß-Rot-Karte
  • Logistik der Anreise — Abstimmung der Termine, Vorbereitung des Mitarbeiters auf die Integration
  • Ersatzgarantie — wenn der Mitarbeiter innerhalb der vereinbarten Frist nicht Fuß fasst, bringt die Agentur einen Ersatz

Wichtig: Die Agentur stellt keine Bewilligungen aus — das machen die österreichischen Behörden (zuständige Niederlassungsbehörde, AMS, österreichische Vertretung im Ausland). Die Agentur bereitet vor, beschleunigt und koordiniert, aber niemand Seriöser verspricht ein genaues Genehmigungsdatum. Wie eine solche Suche im Detail abläuft, lesen Sie in Mitarbeiter finden und Personalbeschaffung aus dem Ausland.


Die Schritte — vom Bedarf bis zum Mitarbeiter

  1. Bedarfsdefinition — als externer HR-Partner definieren wir gemeinsam Profil und Bedingungen: welcher Beruf, wie viele Mitarbeiter, welcher Standort (das Bundesland ist bei regionalen Mangelberufen entscheidend)
  2. Angebot und Selektion — die Agentur liefert geprüfte Kandidaten; Sie wählen aus
  3. Verbindliches Stellenangebot — der Arbeitgeber unterbreitet ein Angebot mit Entlohnung gemäß Kollektivvertrag
  4. Antragstellung für die Bewilligung — meist über die österreichische Vertretung im Ausland; den Antrag kann auch der künftige Arbeitgeber in Österreich stellen
  5. AMS prüft Punkte und Voraussetzungen für den Mangelberuf
  6. Ausstellung der Karte, Anreise, Arbeitsbeginn — der Mitarbeiter unterschreibt den Vertrag direkt bei Ihnen

Eine unbesetzte Stelle kostet mehr, als Sie denken

Eine unbesetzte Stelle ist kein neutrales „Warten" — sie kostet jeden Tag: entgangene Produktion und Umsatz, Überstunden und Druck auf das verbleibende Team, verpasste Aufträge und Kunden, die zur Konkurrenz abwandern. Und langfristig wird es schlimmer: Ein überlastetes Team brennt aus und beginnt zu gehen, sodass aus einer offenen Stelle zwei oder drei werden — das Loch wird immer tiefer, und das Wachstum stoppt. Die genauen Kosten für Ihre Position berechnen Sie in Was kostet eine unbesetzte Stelle; wie teuer eine falsche Einstellung wird, zeigt Kosten einer Fehlbesetzung.

Deshalb arbeitet eine echte Agentur nicht nach dem Motto „Liste schicken und verschwinden". People Pons bleibt an Ihrer Seite, bis die Stelle besetzt ist — konstante Unterstützung und Koordination durch den gesamten Prozess, bei Ihrer rechtzeitigen Rückmeldung. Und die Ersatzgarantie (60 Tage) bedeutet: Wenn der Kandidat nicht passt oder nicht kommt, suchen wir ohne Zusatzkosten einen Ersatz. Das Risiko wandert von Ihnen zu uns — Sie zahlen für das Ergebnis, nicht für den bloßen Versuch. Mehr dazu in Arbeitnehmer-Ersatzgarantie.

Wie People Pons hilft

People Pons ist eine lizenzierte kroatische Personalvermittlungsagentur (Ministeriumsgenehmigungen 205/20 + 359/20), seit 4 Jahren am Markt aktiv. Für österreichische Arbeitgeber finden und prüfen wir Fachkräfte aus Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Nordmazedonien und Montenegro — mit Schwerpunkt auf Mangelberufe, in denen eine Fachkraft aus der Region einen Punktevorteil hat (BKS-Sprache).

Wir machen ausschließlich Vermittlung — der Mitarbeiter wird direkt bei Ihnen angestellt, Sie sind ab dem ersten Tag der Arbeitgeber. Wir betreiben keine Überlassung/kein Leasing und zahlen keine Löhne — die Anstellung erfolgt direkt beim Arbeitgeber. Wir schicken weder Listen noch Lebensläufe: Als externer HR-Partner definieren wir gemeinsam Profil und Bedingungen, suchen direkt und aus eigenen Datenbanken und prüfen Voraussetzungen und Motivation der Kandidaten vor der Vorstellung. Den ersten qualifizierten Kandidaten stellen wir in 10–15 Arbeitstagen vor (oft früher, Frist vertraglich definiert) — das ist die Frist bis zur Vorstellung und zum ersten Kontakt, nicht bis zum Arbeitsantritt; Ersatzgarantie 60 Tage.

Wichtig zu Fristen: 10–15 Arbeitstage sind die Zeit bis zur Vorstellung des ersten qualifizierten Kandidaten — des ersten Kontakts zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter — und nicht bis zum Arbeitsantritt. Nachdem Sie einen Kandidaten ausgewählt haben, folgt: für Mitarbeiter außerhalb der EU die Rot-Weiß-Rot-Karte bzw. das Visum; für Mitarbeiter innerhalb der EU die Organisation der Anreise. Zu berücksichtigen sind außerdem die Kündigungsfrist beim aktuellen Arbeitgeber (oft 15–30 Tage) und die Zeit für den Umzug. Der tatsächliche Arbeitsantritt dauert daher länger — kaum jemand kommt in wenigen Tagen.

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Häufige Fragen

Was ist Personalvermittlung?

Eine Dienstleistung, bei der die Agentur einen Kandidaten findet und prüft, während der Mitarbeiter den Vertrag direkt mit dem Arbeitgeber unterschreibt. Der Arbeitgeber ist ab dem ersten Tag der Arbeitgeber; die Agentur bleibt nicht Arbeitgeber des Mitarbeiters (anders als bei der Überlassung/beim Leasing).

Wie viele Fachkräfte sucht Österreich 2026 aus dem Ausland?

Die Fachkräfteverordnung 2026 nennt 64 bundesweite + 66 regionale Mangelberufe — laut Berichten die umfangreichste Liste bisher, in über 100 Berufen (Pflege, Technik, Bau, IT, Gastronomie, Transport).

Haben Fachkräfte vom Westbalkan einen Vorteil?

Ja. Kenntnisse in Bosnisch/Kroatisch/Serbisch werden im System der Rot-Weiß-Rot-Karte offiziell bewertet, sodass ein Kandidat aus der Region einen Punktevorteil gegenüber Kandidaten aus weiter entfernten Ländern hat.

Wie lange dauert das Verfahren für die Rot-Weiß-Rot-Karte?

Das hängt von der zuständigen Behörde und der Vollständigkeit der Unterlagen ab. Für Mangelberufe entfällt die klassische Arbeitsmarktprüfung, was das Verfahren verkürzt, aber ein genaues Datum verspricht niemand Seriöser — das Verfahren führen die österreichischen Behörden.


Hinweis: Dieser Text ist informativ und keine Rechtsberatung. Prüfen Sie aktuelle Vorschriften bei den zuständigen Behörden (z. B. AMS).

Verwandt: Arbeitskräfteüberlassung in Österreich 2026, Fachkräfte aus dem Ausland 2026, Personalvermittlung nach Branchen 2026, Kosten der Personalvermittlung 2026, Pflegekräfte-Vermittlung Westbalkan 2026.

Quellen

  • migration.gv.at — Rot-Weiß-Rot-Karte, Fachkräfte in Mangelberufen, Verfahren und Voraussetzungen
  • WKO (Wirtschaftskammer Österreich) — Rot-Weiß-Rot-Karte, Zulassungsverfahren, Mangelberufe
  • AMS (Arbeitsmarktservice) — Mangelkriterium, Prüfung der Voraussetzungen
  • Fachkräfteverordnung 2026 — Liste der Mangelberufe (64 bundesweite + 66 regionale)

Dieser Artikel ist ein allgemeiner Leitfaden und ersetzt weder eine Rechtsberatung noch die offiziellen Anweisungen der österreichischen Behörden. Die Mangelberufsliste, die Punktekriterien und die Voraussetzungen ändern sich — prüfen Sie vor der Antragstellung aktuelle offizielle Quellen (migration.gv.at, WKO, AMS) oder einen befugten Berater.

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